Ein Hauch von Frühling

Februar 5, 2010 by Mathias

Wir kommen gerade von einem sehr gelungenen Ausflug nach Almanarre zurück. Zwei Tage Wind für’s 4.9er und 4.5er Segel bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein sind eine gute Ausbeute. Dazu kam sogar eine leichte Röte im Gesicht, die jetzt in ein dezentes braun übergegangen ist. In Almanarre lernten wir auch Sigi kennen, ein Rentner, der schon seit 30 Jahren auf die Halbinsel Giens zum Surfen fährt. Die Bedingungen auf dem Wasser waren sehr kabbelig. Deshalb war es schwer, gute Freestyle-Manöver zu zeigen. Stört aber nicht weiter, wenn ich daran denke, wie ich jedesmal beim Reinfahren auf eine von der Sonne goldgefärbte Wasseroberfläche schaute.

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Maui – der windloseste und wellenreichste Fleck der Erde…

Januar 27, 2010 by Johannes

… vermutlich, denn wie auch die Locals versichern, ist es einer der windärmsten Winter seit vielen vielen Jahren. Dies liegt offensichtlich an El-Niño, einer nichtzyklischen veränderten Strömungen im Pazifik. Die Big-Wave-Rider freut dies natürlich, bringt diese Strömungs-Anomalie doch nahezu unendlich viel Swell an die Nordküste Mauis, doch leider auch sehr wenig Wind. Alles halb so wild: Das Film-Projekt, das ich hier mit Kevin Pritchard umsetze, läuft gut, es sind bereits knapp 100 Gigabyte Filmmaterial “im Kasten”. Ich war in und unter Wasser beim Wellenreiten dabei und hatte nicht nur einmal des Gefühl zu ersaufen, bin einige male als “Sozius” auf dem Jetski beim Tow-In-Surfen mit Levi Siver dabei gewesen und haben Tonnen von Lifestyle-Aufnahmen mit spannenden Kamerafahrten aufgenommen. Nur fehlt uns noch etwas der Hauptteil: Das Windsurfen. Wir hoffen auf die nächsten sieben Tage. In den letzten zwei Wochen gab es immermal wieder kurz Wind fürs 4,5er und 5,0er Segel, verbunden mit viel Herumgefahre, aber besser als nicht auf dem Wasser gewesen zu sein. Heute war dann endlich mein erster Tag in Hookipa: Genug Wind fürs 5,0er Segel und auch noch – ganz “Europa-like”  – Wind von links. Dazu moderate Wellen zwischen einem Meter und in Sets drei bis vier Meter. Leider sind diese Kona-Winde (normalerweise herrschen hier die sog. Trade-Winds, beständige Ost-Passat-Winde) aber recht böig und so wurde man zwischen den Sets schön am Riff geparkt und musste einfach nur beten, dass keines der Sets einen aufs Riff schmeissen würde. Egal, war ein Riesenspaß, auch wenn der Einstieg eine Qual ist: extreme Strömung, Windabdeckung, Riffs 30cm unter der Wasseroberfläche… Das Level auf dem Wasser ist natürlich dementsprechend gut.

Der RRD WaveThruster mit 68 Litern fährt sich mit neuem Finnensetup sehr passabel. Nach einiger Enttäuschung bei ersten Testfahrten mit Segeln von 4,5 bis 5,0qm Größe und spätern technischen Tipps von Topshapern und Finnenentwicklern, läuft doch alles echt gut und ich freue mich auf weitere Sessions.

Anbei einige Bilder zum Durchklicken…

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Neue Spots

Januar 25, 2010 by Mathias

Die letzten Tage zeigten sich windtechnisch eher ruhig in Südfrankreich. Wenn man überhaupt aufs Wasser wollte, musste man dem Wind oft weit hinterherfahren. Allerdings konnten wir so auch einige neue Spots entdecken. L’Anse-Carteau ist normalerweise ein Kite-Spot. Windsurfer sieht man hier selten. Eine Mole, das dadurch entstehende glatte Wasser und relativ gleichmäßiger Wind machen den Spot allerdings interessant zum Freestylen. Der Wind war leider sehr schwach. Das soll sich in den nächsten Tagen zum Glück ändern!

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RRD Insider Blog über Rock-n-Rohwurst

Januar 22, 2010 by Mathias

Vor kurzem berichtete der Insider RRD-Blog über Rock-n-Rohwurst. Neben ein paar Fotos gibt es auch einen kleinen Text über uns zu lesen:

insiderrrding2010A new German windsurf website with the illustrious name „Rock-n-Rohwurst” has been up and running for a couple of months already. Their founders Johannes Neumann and Mathias Genkel are part of the German RRD-Team. They both share a deep passion to the sport of windsurfing. With Johannes working as a professional media designer and Mathias travelling around a lot shooting photos and recording videos, their website offers some quality footage. Mathias is currently working in Southern France and sails on every opportunity, whereas Johannes is on a trip to Maui sailing some big waves and working on some new video projects. Check out their website for further photos and be prepared for more.


Maui – ein Traum! #1

Januar 17, 2010 by Johannes

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Nachdem ich mein geamtes Surfleben auf diesen Moment gewartet habe, bin ich endlich angekommen: In Mekka, Petersdom, Angkor Wat und Klagemauer zugleich für Windsurfer: Maui, Hawaii, USA. Mit einigem Stress und ordentlich abgedrückten Euros am Flughafen in Berlin, ist das Material auch heil mitgekommen. Am Flughafen angekommen, bin ich dann gleich in den von Kevin (Pritchard, Anm. d. Redaktion) abgestellten Pickup gesprungen und der Anleitung nach direkt zu ihm nach Hause. Am nächsten Morgen schaute ich über eine Wiese den Berg herab, direkt auf den weiten Pazifik. Dann ging’s gleich erstmal zu Safeway, den Kühlschrank füllen und die Umgebung erkunden. Irgendwie kennt man ja alles aus den Videos und Magazinen und vielleicht gerade darum ist es so aufregend, mal alles “live” zu sehen. Und es ist winzig! Hookipa ist eine winzige Bucht mit einem Einstieg von ca. 10 Metern, durch die alle müssen! Der Wind frischte dann auch endlich etwas auf und ich versuchte mein Glück mit 5 Quadratmetern in Spreckelsville, einem “gemütlichen” Flachwasser und Wavespot westlich von Hookipa.

Am zweiten Tag ging’s dann mit Kevins Bruder Matt zum Motocross. Auf dem Weg haben wir noch kurz bei Jason Polakow halt gemacht, der die zweite Maschine für Matt zur Verfügung gestellt hat. Nach einer Stunde Filmerei auf der staubigen Anlage brauchte ich Wasser, fuhr direkt nach Kihei und bin mit 5qm wieder einige Zeit übers Wasser geflogen. Der Abend brachte noch ein tolles Schauspiel: Eher zufällig gelangte ich über die rot-staubige Piste nach Jaws, wo ein paar hundert Meter vor der Küste Buckelwale vergnügt aus dem Wasser sprangen. Die Wellen waren zu klein um zu brechen, morgen soll das ganze aber anders aussehen, wenn alles gut geht, dann gibt es morgen etwas Action in Jaws. Von hier oben aus, kann man jetzt schon das Donnern der Wellen hören.

Ich bin gespannt.

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Trip nach Leucate

Januar 13, 2010 by Mathias

Ein freier Tag, eine gute Vorhersage und ein vollgetanktes Auto – perfekte Voraussetzungen für einen Surftrip.

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Die Wahl fiel auf Port-La-Nouvelle bei Leucate. Laut eines Freundes ein super Freestyle-Spot. So hieß es früh aufstehen und ab in den morgendlichen Verkehr. Nach 30 km war kurz vor der Autobahn A9 bei Arles Schluss. Eine knappe Stunde ging garnichts mehr. Mehrere vorbeifahrende Feuerwehrwagen und Polizeiautos ließen uns das Schlimmste befürchten. Glücklicherweise handelte es sich nur um einen defekten Gefahrenguttransport und keinen Verkehrsunfall. Die restliche Fahrt verlief reibungslos und so erreichten wir Port-La-Nouvelle gegen 10 Uhr. Ein laues Lüftchen sowie eine kabbelige Welle vom Südostwind des Vortages drückten die Stimmung. Ich hatte auf 20 Knoten schräg ablandig von links und glattes Wasser, das höchstens ab und an von einer sauberen Ponch-Welle durchkreuzt wird, gesetzt. Hinzu kam, dass sich der Spot unmittelbar in der Nähe einer Fabrik befindet aus der eigenartige Sirenentöne zu uns drangen. Hier wollten wir nun wirklich nicht auf Wind warten.

So entschlossen wir uns in Richtung des 15 Kilometer entfernten Leucate aufzubrechen. Dort angekommen, stellten wir fest, dass der Etang spiegelglatt, die Lufttemperaturen jedoch frühlingshaft mild waren. Auch der Strand bei Le Goulet war angenehm leer. Den kannten wir noch vom Oktober als überfüllten Wohnmobilstellplatz, auf dem sich zwischen den eingesessenen Wildcampern bereits die ersten Zickereien abspielten. Kein Wunder – die Wohnmobile standen zu der Zeit dicht an dicht.

Nun war allerdings Ruhe eingekehrt – eine wahre Idylle, wo nur die sich am Horizont entlangschlängelnde Autobahn mit den Trucks, die auf der Via Dolmitia Richtung Spanien unterwegs sind, an die Hektik des Alltags erinnert. Die Vögel zwitscherten in den Bäumen, in dem Wohnmobil eines französischen Rentnerpaares wurde ein gut riechendes Essen zubereitet und die Sonne schuf T-Shirt-Temperaturen. Und das am 13. Januar!

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Jetzt fehlte nur noch der Wind. Seinetwegen waren wir doch extra aus Istres gekommen.  Die Wolken zogen relativ schnell am Himmel und so gaben wir die Hoffnung noch nicht auf. Wir entschlossen uns, einen Café in Leucate-Dorf zu trinken, um die Zeit zu überbrücken.  Als sich endlich ein kleines Lüftchen in Bewegung setzte ging es zurück an den Spot.  Es sah nicht gut aus, ich entschloss mich aber trotzdem surfen zu gehen – um den Wind zu provozieren sozusagen.  Tatsächlich kam ich dann auch ein paar Mal ins Gleiten. Das machte Lust auf mehr. Daraus wurde leider nichts. Die Abstände zwischen den Böen wurden immer größer und so gab ich nach einer Stunde auf. Dank Julia gibt es trotzdem ein paar gute Fotos von der kurzen Session.

Man könnte denken, die lange Anreise hätte sich in diesem Falle überhaupt nicht gelohnt. In Wirklichkeit war es aber trotzdem ein super Trip. Das ist auch das Interessante an unserem Sport: Man weiß nie genau, was der Tag bringt. Letztendlich ist man aber immer um einige Erfahrungen reicher. In diesem Sinne freuen wir uns auch schon auf die Berichte von Johannes, der morgen nach Maui fliegt, wo sich nach längerer Flaute eine neue Passatperiode einzustellen scheint.


Das Wetter spielt verrückt

Januar 8, 2010 by Mathias

Surfen mit Kopfhaube und Handschuhen am Mittelmeer sollte sich doch eigentlich auf ein paar Sessions im Winter beschränken. Mittlerweile ist es aber auch in Südfrankreich beinahe Standard soviel Körperfläche wie möglich mit Neopren zu bedecken.
Für heute und morgen prognostizieren die Wetterfrösche außerdem Schnee und Eis für die Region um Marseille. Bisher gab es allerdings nur Dauerregen bei 2 Grad Celsius. Auch der Wind zeigte sich schwächer als erwartet. Auf dem Weg zum Surfen bemerkte ich, dass etwas Swell in Fos ankam und entschied mich nach Renaires zu fahren. Dort brach eine saubere, aber super kurze und kleine Welle. Der Wind wehte beinahe komplett ablandig und sehr böig. Mit 4.5 und 68l WaveThruster konnte man trotzdem ein paar Wellen erhaschen. Es stellte sich jedoch als kompliziert heraus die Wellen zu lesen und eine gute Stelle für einen Cutback zu finden.  Es brach einfach noch viel kürzer als sonst. Wahrscheinlich stimmte die Swellrichtung nicht. Trotz allem war es  eine schöne Session.

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Auf den Fotos ist im Hintergrund eines der vielen Schiffe zu sehen, die im Golf von Fos auf den Einlauf in den Industriehafen bei Port-St.Louis warten. Es ist auch zu erkennen, dass das Wasser dampfte, was wahrscheinlich auf den großen Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser zurückzuführen ist.


Marseille

Januar 3, 2010 by Mathias

Kannte ich Marseille bisher nur vom Shoppen und von Amtsgängen, so war ich heute auch das erste mal am Pointe Rouge, im Südwesten der Stadt, windsurfen. Hier zeigt sich Marseille von seiner schönen Seite. Die Straße zum Spot schlängelt sich direkt am Meer entlang und man genießt den Ausblick auf die der Stadt vorgelagerten Inseln. Am Prado gibt es lustigerweise eine Bushaltestelle, die Plage Planche à Voile heißt, was übersetzt soviel wie Windsurfstrand bedeutet. Tatsächlich surft man in Marseille direkt in bzw. vor der Stadt.  Dadurch ist die Wasserqualität natürlich nicht die beste und man sollte auf Treibgut gefasst sein. Die Bedingungen sind jedoch in Ordnung und die Wassertemperatur angenehm. Leider war der Wind am Anfang noch sehr löchrig, so dass ich nur mit 4.9 aufs Wasser gehen konnte.  Beim nächsten Mal werde ich wohl den Strand am Prado checken. Hier schien die Welle geordneter als am Pointe Rouge, wo ein Kabbelchaos bestehend aus 50cm hohem Chop die meisten Freestyle-Moves kompliziert machte. Das Windsurfen in Marseille ermöglicht es einem aber auch, das Angenehme mit den Pflichten zu verbinden. Nach dem Surfen ging es noch auf Wunsch der Frauen, die in der Überzahl waren,  zum Shoppen  in die Stadt. Hier ein paar Impressionen:

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Wir wünschen…

Dezember 24, 2009 by Johannes

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Vielen Dank für viel positives Feedback und viele viele Clicks in diesem Jahr. 2010 warten natürlich noch einige Projekte auf deren Umsetzung. Es wird fly: Mathias wird sich noch eine Weile vom Mistral durch die eisige Winterluft wirbeln lassen, ich werde mitte Januar für ein paar Wochen nach Maui fliegen und einige kleine Filmprojektchen versuchen zu verwirklichen. Und natürlich auch vielleicht ein bisschen surfen gehn… ;-) Dann ist’s auch schon im Handumdrehen Frühjar und die Ost- und Nordsee lädt ein. Beim Surf-Festival am Pelzerhaken sind wir mit größter Wahrscheinlichkeit dabei. Kurz danach wird sich Mathias voraussichtlich für einige Zeit nach Kreta verdrücken. Vorerst keine Medien-Ebbe in Sicht! Unser neues Video ist bereits in Konzeption und wird dann hoffentlich bis März fertig sein!

Also, viel los 2010! Wir freuen uns drauf!


Eine Woche Wind

Dezember 22, 2009 by Mathias

Es ist zwar kälter geworden in Südfrankreich. Dafür konnte ich seit einer Woche jeden Tag aufs Wasser. Wir haben auch einige Ausflüge zu neuen Spots unternommen. So nahmen wir 30 Minuten Buckelpiste in Kauf, um nach Beauduc zu kommen, wo gleichmäßiger Wind und Kabbelwelle warteten.  In den letzten Tagen setzte dann eine sehr kalte Mistralwetterlage ein, die viel Wind aber Temperaturen um 1 bis 3 Grad brachte. Dazu muss man sagen, dass der Wind eiskalt ist. Zum Glück schien wenigstens die Sonne. Seit gestern ist es wieder milder. Die Vorhersage schaut super aus. Weihnachten kann kommen. Hier einige Bilder zum Durchklicken (7 Bilder):

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